Der 31. Dezember hält sich an keinen Wunschzettel. Mal ist die Luft klar und kalt, mal fegt ein Sturm über das Land, mal nieselt es seit dem Nachmittag. Zwei Wochen vorher lässt sich noch nicht sagen, was dich erwartet, aber du kannst dich auf jede Variante einstellen. Beim Thema Feuerwerk und Wetter geht es vor allem um drei Fragen: Was macht Wind mit deinen Artikeln, wie hältst du sie trocken, und wann ist es klüger zu warten?
Auf einen Blick
- Wind beeinflusst das Feuerwerk stark, denn er lenkt Funken, Rauch und Raketen ab; Zuschauer stehen mit dem Wind im Rücken.
- Bei Regen bleiben die Artikel bis kurz vor dem Zünden im Trockenen, und nasse Ware wird niemals auf Heizung, im Backofen oder mit Föhn getrocknet.
- Ist das Wetter am Silvesterabend zu schlecht, kannst du auf den 1. Januar ausweichen, sofern deine Gemeinde keine engeren Zeitgrenzen setzt.
Wind: der wichtigste Faktor
Von allen Wetterlagen hat Wind den größten Einfluss. Er trägt Funken, Rauch und herabfallende Reste mit sich und lenkt alles ab, was in die Höhe steigt. Am stärksten trifft das Raketen: Sie fliegen frei und können bei kräftigem Wind deutlich vom Kurs abkommen. Auch eine Fächerbatterie, die ihre Schüsse schräg in verschiedene Richtungen schickt, richtest du bei Wind besonders sorgfältig aus. Wie diese Bauform funktioniert, steht im Beitrag Fächerbatterie erklärt.
Ein paar Grundsätze helfen:
- Zuschauer mit dem Wind im Rücken: Dann zieht der Rauch vom Publikum weg, und Reste gehen eher auf der anderen Seite nieder.
- Abstand großzügiger wählen: Der vorgeschriebene Sicherheitsabstand auf der Verpackung ist das Minimum, kein Zielwert.
- Standfestigkeit prüfen: Schwere Boxen wie die El Gato Fiesta Grande Fantastica mit 15 kg Bruttogewicht stehen von Haus aus stabil; bei leichteren Batterien folgst du genau dem, was die Anleitung zur Aufstellung sagt.
- Flamme abschirmen: Ein Stabfeuerzeug, mit dem Körper gegen den Wind geschützt, zündet zuverlässiger als ein Streichholz.
Und wann lieber nicht? Bei stürmischen Böen, wenn Artikel trotz festem Untergrund wackeln oder Funken waagerecht über den Boden getrieben werden, ist Warten die richtige Entscheidung. Raketen bleiben bei starkem Wind am besten ganz in der Schachtel.
Regen: trocken bis zur letzten Minute
Nässe ist der Feind jeder Zündschnur. Lass deine Artikel deshalb so lange wie möglich im Trockenen und trag sie erst kurz vor dem Zünden nach draußen. Eine stabile Unterlage, etwa eine Holzplatte, hält die Batterie aus Pfützen heraus und sorgt gleichzeitig für einen ebenen Stand. Eine Abdeckung gegen Regen nimmst du vollständig ab, bevor du zündest; nichts darf über oder auf dem Artikel liegen.
Ist eine Zündschnur trotzdem nass geworden oder brennt sie nicht richtig an, versuchst du es nicht ein zweites Mal. Der Artikel bleibt liegen und wird behandelt wie ein Versager. Ganz wichtig: Feuchtes Feuerwerk wird niemals auf der Heizung, im Backofen oder mit dem Föhn getrocknet.
Nebel und Windstille
Dichter Nebel schluckt Effekte, die hoch oben aufgehen. Bodennahes Feuerwerk bleibt dagegen gut sichtbar: Fontänen wie die Riakeo Majestic Sparks 2 spielen ihre Wirkung auf Augenhöhe aus und sind an einem trüben Abend eine gute Wahl. Bei völliger Windstille hängt der Rauch lange in der Luft. Plane dann zwischen zwei Artikeln längere Pausen ein, damit der nächste Effekt nicht im Qualm verschwindet.
Frost und Schnee
Gefrorener Boden ist oft uneben und rutschig, auch hier hilft die Holzplatte als Unterlage. Schnee räumst du vom Abbrennplatz, damit die Batterie gerade steht und du den Rückweg sicher gehen kannst. Kalte Finger machen das Zünden schwieriger: Dünne Handschuhe sind praktisch, solange du das Feuerzeug sicher bedienen kannst. Und wer bei Kälte draußen wartet, bleibt trotzdem nüchtern, wenn er zündet; der Glühwein ist etwas für die Zuschauer.
Bis Silvester lagerst du alles trocken und sicher. Wie das am besten gelingt, beschreibt der Ratgeber Feuerwerk richtig lagern.
Plan B: der 1. Januar
Ist das Wetter am Silvesterabend wirklich zu schlecht, gibt es eine Ausweichmöglichkeit. Denn ohne besondere Erlaubnis ist F2 in Deutschland grundsätzlich an zwei Tagen erlaubt, am 31. Dezember und am 1. Januar. Du kannst also auf den Neujahrsabend ausweichen, sofern deine Gemeinde keine engeren Zeitgrenzen gesetzt hat. Die übrigen Grundsätze, vom Sicherheitsabstand bis zum Wassereimer, fasst unsere Checkliste für sicheres Abbrennen zusammen, und die Sicherheitshinweise ergänzen sie.
Häufige Fragen
Darf man bei Wind Feuerwerk zünden?
Bei stürmischen Böen ist Warten die richtige Entscheidung, auch wenn Artikel wackeln oder Funken waagerecht über den Boden getrieben werden. Raketen bleiben bei starkem Wind ganz in der Schachtel. Der Sicherheitsabstand auf der Verpackung ist das Minimum, kein Zielwert.
Was tun mit Feuerwerk bei Regen?
Lass die Artikel so lange wie möglich im Trockenen und trag sie erst kurz vor dem Zünden nach draußen. Eine Holzplatte hält die Batterie aus Pfützen heraus. Eine Zündschnur, die nass geworden ist, versuchst du nicht ein zweites Mal anzuzünden.
Kann ich auf den 1. Januar ausweichen, wenn das Wetter schlecht ist?
Ja, ohne besondere Erlaubnis ist F2 in Deutschland am 31. Dezember und am 1. Januar erlaubt, du kannst also auf den Neujahrsabend ausweichen. Das gilt nur, wenn deine Gemeinde keine engeren Zeitgrenzen gesetzt hat. Bei Nebel bleiben Fontänen auf Augenhöhe gut sichtbar.
Zu den genannten Regeln: Es handelt sich um allgemeine Informationen auf dem Stand von Oktober 2026, nicht um Rechtsberatung; maßgeblich sind die gültigen amtlichen Bestimmungen und die örtlichen Vorgaben.
